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Glossar

Aktivitätsklassifikation

Die Erhebung, die am häufigsten fehlt, und die den Flächenbedarf am stärksten verändert.

Die Aktivitätsklassifikation hält fest, wofür eine Fläche im Moment der Beobachtung genutzt wurde: konzentrierte Einzelarbeit, ein Gespräch zu zweit, eine formelle Besprechung, ein Telefonat. Sie ist die Erhebung, die aus einer Belegungszahl einen Flächenbedarf macht, denn zwei Gebäude mit gleichem Belegungsgrad brauchen unterschiedliche Räume.

Auch genannt Aktivitätsprofil, Nutzungsklassifikation

So wird gerechnet

Anteil der Aktivität a = Beobachtungen von a ÷ alle Beobachtungen belegter Arbeitsplätze × 100

Beobachtungen von a
Belegte Arbeitsplätze, die einer Aktivitätskategorie zugeordnet wurden.
alle Beobachtungen belegter Arbeitsplätze
Jeder im Zeitraum beobachtete belegte Arbeitsplatz, über alle Kategorien hinweg.

Angegeben in Ein prozentualer Anteil je Kategorie, der sich über den Zeitraum auf 100 summiert.

Die Kategorien müssen vor der Erhebung feststehen und zwischen Gebäuden identisch bleiben, sonst sind die Anteile nicht vergleichbar. Kategorien, die während einer Studie entstehen, beschreiben den Beobachter und nicht das Gebäude.

Rechenbeispiel: eine Etage über eine Messwoche

Konzentrierte Einzelarbeit
38%
Telefonate und Videocalls
24%
Gespräch zu zweit oder zu dritt
21%
Formelle Besprechungen
17%

Fast die Hälfte der beobachteten Nutzung ist Sprechen, auf einer Etage, die fast vollständig für stille Schreibtischarbeit eingerichtet ist.

Der Belegungsgrad dieser Etage ist unauffällig. Erst das Aktivitätsprofil sagt, dass der nächste Ausbau Abschließbarkeit braucht und nicht mehr Schreibtische.

Wo es schiefgeht

  1. Belegung ohne Aktivitäten erheben

    Eine Belegungszahl sagt, wie voll die Etage ist. Sie kann nicht sagen, was zu bauen ist, und ein Nutzerbedarfsprogramm allein aus Belegungszahlen wiederholt den Grundriss, der schon jetzt scheitert.

  2. Die Kategorien driften lassen

    Zwei Beobachter mit unterschiedlichen Kategoriedefinitionen liefern zwei unvergleichbare Studien desselben Gebäudes. Die Definitionen sind Teil der Methode, kein Detail davon.

  3. Eine Woche als Saison lesen

    Der Aktivitätsmix verschiebt sich mit dem Arbeitszyklus. Eine Woche im Berichtszeitraum und eine Woche außerhalb sind verschiedene Gebäude.

Zwei Anbieter mit unterschiedlichen Auslastungszahlen?

Schicken Sie uns beide, und wir sagen Ihnen, was jede davon tatsächlich zählt. Kein Termin nötig.